“Trökes’ Skizzenbücher sind keine Tagebücher, auch keine Skizzenbücher im üblichen Sinne. Weder wird in ihnen Gesehenes und Erlebtes unumwunden notiert noch dienen sie der schnellen Aufzeichnung spontaner Einfälle zu späterer Ausarbeitung. Innerhalb des Werkes stehen sie weniger in dauernder Wechselbeziehung zu den Bildern, Zeichnungen und Grafiken als in paralleler Autonomie daneben. Auf den ersten Blättern, die noch während des Krieges in Berlin entstanden, kündigt sich bereits der Berliner Nachkriegs Surrealismus an, für den Trökes’ Ölbild “Mondkanone” zum signifikanten Werk wurde – Malerei aus der Stimmung des absoluten Nullpunktes, in der man nicht einmal mehr seinen eigenen Träumen trauen möchte. Zeitbezüge im Sinne des Tagebuchs sind in diesen ersten Skizzenbüchern noch am ehesten auszumachen, bis in die ersten Jahre nach dem Kriege, wo der Erlebnisschutt abgearbeitet wird in zerbrochenen und erschrockenen Bildern.”
Zitiert aus: Janos Frecot, TRÖKES – Akademie der Künste, Berlin 1979, Akademie-Katalog 126
Im Gesamtwerkverzeichnis sind seit Ende März 2021 inzwischen sämtliche Skizzenbücher mit über 3.500 Zeichnungen integriert.
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